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Auszug aus der Geschichte der „Textverarbeitung“

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Fachbereich Textverarbeitung

Bis weit ins 19. Jahrhundert war es üblich, Texte (sofern sie nicht gedruckt wurden) mit der Hand zu schreiben. Nachdem im 19. Jahrhundert die ersten praktisch verwendbaren Schreibmaschinen auf­tauchten, begann sich dies jedoch allmählich zu ändern.

In den 1950er Jahren tauchten die ersten Schreibautomaten (später Textverarbeitungssysteme ge­nannt) auf. Es handelte sich dabei um Schreibmaschinen, die in der Lage waren, Texte auf Loch­streifen auszugeben bzw. von Lochstreifen zu lesen. Mit der zunehmenden Verbreitung von PCs in den 1980er und 1990er Jahren verschwanden solche Systeme jedoch vom Markt.

Die Textverarbeitung befasst sich mit der Erstellung und Bearbeitung von Texten. Sie geschieht heutzutage meist am Computer mithilfe von Textverarbeitungsprogrammen. MS Word ist das mit Abstand meistverwendete Textverarbeitungsprogramm der Welt.

Fachbereich Textverarbeitung

Dieser Bereich ist an beiden Standorten des OSZs vertreten. Die Schülerinnen und Schüler sowie die Auszubildenden werden in allen Ausbildungsgängen zunächst in der Tastaturbedienung unterwiesen. Damit das so genannte
10-Finger-Tastschreiben schnell und sicher erlernt wird, bedient sich das Team des Fachbereiches Text-verarbeitung der Abteilung II in diesem Lernabschnitt der Lernsoftware „WINTast“. Von der ersten Stunde an wird am Computer geschrieben. Jede Übung wird automatisch vom Programm korrigiert und benotet, so dass die Lernenden immer einen Überblick über ihren Leis­tungsstand haben.

Das Team des Fachbereiches der Abteilung I unterrichtet nach der Methode „fiellascript“. Mit einem mentalen Training wird zunächst die Lage sämtlicher Tasten auf der Tastatur eingeprägt. Die prakti­sche Umsetzung erfolgt im Anschluss oder unterstützend gleichzeitig.

Nach dieser “Grundausbildung” werden die Lernenden ausführlich mit den wichtigsten Normen der Textverarbeitung, insbesondere der DIN 5008 - Schreib- und  Gestaltungsregeln für die Textverarbei­tung -, vertraut gemacht. Dabei ist es ausbildungsgangabhängig, in welcher Tiefe und in welchem Umfang Wissen und Fertigkeiten vermittelt werden. So werden die Lernenden in die Lage versetzt, den Erfordernissen der Praxis gerecht zu werden und die in der praktischen Prüfung gestellten Anfor­derungen zu erfüllen.

Der Unterricht findet an beiden Standorten in modern ausgestatteten Fachräumen mit dem Programm Microsoft Office Word 2003 statt. Am Ostpreußendamm stehen sieben, in der Florastraße zwei Fachräume zur Verfügung. Alle Räume sind mit vernetzten PC-Anlagen ausgestattet. Moderne Peripherie-Geräte wie Hochleistungs-Laser-Drucker und Beamer sind selbstverständlich.

Das Fach Textverarbeitung findet in folgenden Ausbildungsgängen statt:

  • Bürokaufleute – dual; prüfungsrelevant
  • Bürokaufleute – vollschulisch (3-jährig); prüfungsrelevant
  • MDQM 2 – dual (mit dem zusätzlichen Ziel der Fachhochschulreife); prüfungsrelevant
  • 1-jährige Berufsfachschule
  • Servicefachkräfte für Dialogmarketing
  • Kaufleute für Dialogmarketing

Kurzübersicht über die Inhalte des schulischen Rahmenplanes –

Fach: Textverarbeitung – 1. bis 6. Halbjahr

Ausbildungsberuf: Bürokauffrau/Bürokaufmann (dual und vollschulisch)

1. Halbjahr
Einführung in die DV-Anlage, Vermittlung des Tast­schreibens, Word-Funktionen für Korri­gieren, Markie­ren und For­matieren ..., DIN-Re­geln

Ergebnis:

Schüler/innen sind mit der Konfiguration der Schulan­lage vertraut. Sie schreiben alle Buchsta­ben blind. Sie kennen die wich­tigsten Word-Funktio­nen und einige DIN-Regeln.

2. Halbjahr

Vermittlung des Tast­schreibens für Ziffern, Zei­chen und Son­derzeichen, Autorenkorrektur,
DIN-Regeln für Ziffern, Zeichen und Sonderzei­chen, Tabellen, Anschriften, Aufzählungen und Numme­rierung, Privatbrief

Ergebnis:

Schüler/innen schreiben die Zif­fern, Zeichen und Sonderzeichen blind. Sie schrei­ben Privat­briefe mit Tabelle und Aufzählung nach DIN 5008.

3. Halbjahr

Abschrif­ten von Geschäfts­briefen (basie­rend auf den prüfungsrele­vanten Brief­vordru­cken) mit kaufmänni­schen Inhalten und Serienbriefe

Ergebnis:

Schüler/innen benutzen prü­fungsrelevante Briefmasken selbstän­dig. Sie sind mit den DIN-Re­geln für die Briefgestaltung vertraut. Sie schreiben einfache Se­rienbriefe.

4. Halbjahr

Geschäftsbriefe (in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Deutsch)

Inhalt: Formulierungsübungen, Erstellen von Vorlagen mit Werbefläche, Schreiben von Anfra­gen, Angeboten und Bestellungen (auch Ausland: BIC und SWIFT) nach Stich­punkten, Gestalten von internen Schreiben.

Ergebnis:

Schüler/innen bearbeiten einen zusammenhän­genden Geschäftsvor­gang. Sie formulie­ren selbständig.

5. Halbjahr

Geschäftsbriefe mit Haltepunk­ten (Variablen), Formulare, Serienbriefe mit Be­dingungen und Ab­frage-Option, kaufmännischer Schriftverkehr (intern und ex­tern).

Ergebnis:

Schüler/innen schrei­ben Serien­briefe und Ge­schäftsbriefe mit Variablen. Sie formulieren flüssig kaufmännische Briefe.

6. Halbjahr

Prüfungsvorbereitung:

Wdhl.: Serienbriefe, Erstellen von Vorla­gen, Formulare, Briefe mit Haltepunk­ten, Autorenkorrektur, Bearbeiten von „alten“ Prüfungsaufgaben

Abschriften zum Er­werb eines Zertifika­tes

Ergebnis:

Schüler/innen bestehen die Prüfung!

Schüler/innen erhalten ein Zertifikat über ihre Schreibgeschwindigkeit.

Die Auszubildenden als „Servicefachkräfte/Kaufleute für Dialogmarketing“ haben im 1. und 2. Aus-bildungsjahr das Fach Textverarbeitung. Hier werden außer MS Word auch MS PowerPoint sowie der Umgang mit E-Mail und Internet unterrichtet.

Aktualisiert (Samstag, den 27. Februar 2010 um 15:28 Uhr)

 
Fachleitung
Textverarbeitung

Manuela Donner
 
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